Tag 1 – wir müssen noch viel lernen

Los geht’s! Die ersten Kilometer fliegen vorbei – aber nicht ganz so schnell wie gedacht. Mit Sicherheit liegt das nicht an der charmanten Gesellschaft und der tollen Unterhaltung mit Gitarre & Gesang. Vielmehr daran, dass wir eine Maximalgeschwindigkeit über Wasser von 8 km/h haben. Und dass die Strömung, zumindest auf dem ersten Abschnitt, deutlich langsamer ist als erwartet. Nämlich 2 km/h anstelle von ergoogelten 5 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit. Anscheinend sind wir aber so schnell, dass wir unsere und die Strömungsgeschwindigkeit relativistisch addieren müssen: insgesamt scheinen wir langsamer zu fahren als die Summe der beiden Geschwindigkeiten …

An Tag 1 kommen wir 75 km weit und brauchen dafür 10 Stunden, inklusive zweier Sportbootschleusen und einer Industrieschleuse, bei deren Bezwingung durch unsere Crew ein Beobachter nicht auf den Gedanken käme, dass wir einen Bootsführerschein haben. Das hätte man auch bei unserer Fahrt durch die Steinerne Brücke in Regensburg kaum vermutet – hier ist allerdings die unglaublich starke Strömung Schuld, die uns gegen unseren Willen und Motor einfach um 180 Grad dreht. Insgesamt müssen wir echt noch lernen, mit dem Boot zu manövrieren. Jeder probiert es ein wenig aus und irgendwann können wir dann auch geradeaus fahren.

Erfolg des Tages: Unser erster Einkauf in Regensburg mit 24 hartgekochten Eiern, 9 Dosen Hering in Eier-Senf-Soße und 7 kg Wassermelone. Weil wir auf unsere Ernährung besonders achten, bleibt die Wassermelone im Prinzip liegen, aber Thilo und Christian essen jeweils 6 Eier mit viel Salz und Hering aus der Dose.

Apropos: nach Stunden des Rumgeeiers zwischen linkem und rechtem Ufer kommen wir an der Schleuse vor Straubing an, wo wir anlegen und die Nacht verbringen.