Tag 19 – Belgrad

Da wir am gestrigen Abend die sagenhaft günstigen Taxis Novi Sads kennengelernt haben, geht es am Morgen mit dem Taxi zur Tankstelle und zum Supermarkt. Schnell ist entschieden, dass man bei diesen Temperaturen unbedingt Sangria braucht. Wir kaufen das komplette Sangria-Angebot eines Supermarktes, das sich beim Ausladen aus dem Taxi direkt zerlegt, also geht es mit dem Taxi gleich los zum nächsten Supermarkt und das dortige Sortiment wird geplündert.

Die Hitze ist drückend und so führen wir die Tradition des U-Boot-Schnapses fort: Am nächsten hübschen Strand wird angelegt und unter den äußerst misstrauischen Augen der Einheimischen die Sangria professionell im Eimer bereitet. Auch Christina findet unser Verhalten suspekt und bleibt lieber an Bord, als wir unter das Boot steigen, um im Schatten des selbigen die halbwegs kalte Sangria zu genießen.IMG_20160721_165904

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Bald darauf sind wir auch schon in Belgrad. Unser Donauführer empfiehlt ein spezielles Bootsrestaurant als Anleger, aber an diesem hat niemand davon gehört, dass Boote festmachen dürfen. Dafür freut man sich bei einer neuen schwimmenden Bar sehr über unsere Ankunft, ganz im Gegensatz zu Christina. Da wir keine einfache, zentrale Alternative sehen, bleiben wir dennoch und trinken direkt ein paar Bierchen mit den Angestellten. Pfeifen und Gitarre werden ausgepackt und in gemütlicher Runde lernen wir einige Serben kennen. Dann wollen wir noch in die Stadt weiterziehen, während Christina sich lieber mit einem Buch auf dem Boot einrichtet.IMG_20160721_211316-PANO

In Belgrad ist in dieser Nacht allerhand los, zwei Serbinnen führen uns von einer Bar zur nächsten, während Thilo sich trotz des deutlichen Alkoholeinflusses abmüht, unsere Begleitung zu überzeugen, dass der Holocaust nicht nur Erfindung und Vorwand der Amerikaner ist. Geschichtlich scheint hier einiges nachzuholen sein.IMG-20160724-WA0002

Nachts wandern wir über die Burgruinen Belgrads mit fantastischem Blick zurück zur schwimmenden Bar. Hier ist die Party noch lautstark im Gange, aber nach kurzer Zeit übermannt uns die Müdigkeit und wir fallen trotz der Lautstärke in die Kojen.

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